{"id":31,"date":"2026-04-19T22:31:35","date_gmt":"2026-04-19T20:31:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/?page_id=31"},"modified":"2026-05-03T13:23:45","modified_gmt":"2026-05-03T11:23:45","slug":"prosa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/?page_id=31","title":{"rendered":"Prosa"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"371\" height=\"580\" src=\"http:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cropped-Cover-Amarek.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cropped-Cover-Amarek.jpg 371w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cropped-Cover-Amarek-192x300.jpg 192w\" sizes=\"auto, (max-width: 371px) 100vw, 371px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Amarek, der Legende nach von einer leicht alkoholisierten Gottheit in zweimal sieben Tagen erschaffen, wird mit strenger Hand von einem K\u00f6nig regiert, der auf viel zu kurzen Beinchen durch sein Schloss trippelt. Sprichw\u00f6rtlich kurz auch die Beine der l\u00fcgenhaften Inhalte, die sein Stadtschreiber produziert. Und auch sonst ist das Personal nicht mehr, was es fr\u00fcher einmal war: Der Sohn des Henkers h\u00e4ngt auf einmal seinen Beruf an den Nagel \u2013 das T\u00f6ten entspreche nicht seiner Natur \u2013, und dann kommt auch noch der Tod selbst drauf, dass er ersch\u00f6pft ist und Ruhe braucht, und verweigert den Menschen das Sterben. Dazwischen treiben Waldalben und Kobolde Schabernack. Zum Gl\u00fcck haben die zwei ungleichen Schwestern f\u00fcr fast alles eine L\u00f6sung in Form eines Tr\u00e4nkchens, vorausgesetzt, sie mischen es richtig zusammen &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Bei den in <em>Amarek<\/em> versammelten zw\u00f6lf Texten handelt es sich, wiewohl inspiriert vom deutschsprachigen, slawischen und j\u00fcdischen M\u00e4rchenschatz, um keine Adaptionen, sondern um eine freie Sch\u00f6pfung des Autors. Anders als im Genre \u00fcblich, stattet Gabriel Wolkenfeld seine Figuren mit einer psychologischen Tiefe aus, erspart ihnen Allzumenschliches nicht. Feinste Poesie vereint sich virtuos mit urkomischen Einf\u00e4llen und einer schier unb\u00e4ndigen Lust am Fabulieren!<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/amarek\">https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/amarek<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Die Geschichte einer j\u00fcdischen Familie \u00fcber Generationen und L\u00e4ndergrenzen hinweg. Ein Panoptikum aus Erz\u00e4hlungen, albern, nachdenklich, dem Irrsinn unserer Tage entwachsen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Weil der 86-j\u00e4hrige Avigdor Seliger nicht mehr spricht, steckt ihn seine Tochter Hannah in ein Altersheim. Die \u00c4rzte sind sich nicht sicher: Verirrt sich der Mann allm\u00e4hlich in die Nebel der Demenz oder verweigert er das Sprechen bewusst? Weil Enkel Yair f\u00fcrchtet, der Gro\u00dfvater k\u00f6nnte seinen Bezug zur Realit\u00e4t verlieren, erz\u00e4hlt er ihm jene Geschichten, die der Senior w\u00e4hrend der Schulferien am See Genezareth einst ihm erz\u00e4hlt hat. Allerdings erinnert sich Yair nicht immer genau. Er erfindet hinzu, \u00fcbertreibt, wandelt ab \u2013 in der Hoffnung, den Gro\u00df- vater doch noch aus der Reserve zu locken und sich selbst vom eigenen Lebenschaos im Tel Aviv der Gegenwart abzulenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Er l\u00e4sst die sch\u00f6ne Bella Rubinsteyn auferstehen, die sich w\u00e4hrend der Schwangerschaft nur von exotischem Obst ern\u00e4hrt, weil sie ein besonderes Wesen geb\u00e4ren will; die exaltierte Olympiada, die den Durst der KGBler nach Unbill mit k\u00f6rperlicher Liebe zu stillen sucht; Danuta, die als Anf\u00fchrerin einer Waisenkinder-Bande die M\u00e4rkte von Taschkent unsicher macht&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/babylonisches-repertoire\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"653\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1-653x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-108 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1-653x1024.jpg 653w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1-191x300.jpg 191w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1-768x1203.jpg 768w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1-980x1536.jpg 980w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Babylonisches-Repertoire-Cover-1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 653px) 100vw, 653px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/babylonisches-repertoire\">https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/babylonisches-repertoire<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:53% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><a href=\"https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/babylonisches-repertoire\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"505\" height=\"796\" src=\"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cover-Propagandisten-neu.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cover-Propagandisten-neu.jpg 505w, https:\/\/www.gabrielwolkenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Cover-Propagandisten-neu-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 505px) 100vw, 505px\" \/><\/a><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Gabriel Wolkenfelds Roman <em>Wir Propagandisten<\/em> entstand 2013 als literarische Reaktion auf die Verabschiedung des sogenannten Homo-Propaganda-Gesetzes in Russland. Das Buch erz\u00e4hlt die Geschichte eines jungen Deutschen, der ein Jahr lang als Sprachlehrer in Jekaterinburg Land und Leute kennenlernt und dabei die Einf\u00fchrung des Gesetzes vor Ort mitbekommt. In klarer, doch assoziativer Sprache zeichnet der Text ein lebendiges Portr\u00e4t des Alltags jenseits des Kremls, berichtet von Wodka-Gelagen in WG-K\u00fcchen, von schwulen Hinterhof-Partys, von zaghaftem Widerstand und gefl\u00fcsterten Gest\u00e4ndnissen, aber auch von der Angst, die sie ausl\u00f6sen. Und immer wieder von den lichten Momenten seligen Trotzes, die st\u00e4rker sind als das Poltern der Gegner: \u00bbVerdammt noch mal, denke ich, das Leben ist sch\u00f6n. Wir haben \u2013 auf absehbare Zeit zumindest \u2013 nur dieses eine.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Zehn Jahre nach seiner Entstehung ist <em>Wir Propagandisten<\/em> aktueller denn je. Nicht nur wurde das Homo-Propaganda-Gesetz seither von L\u00e4ndern wie Ungarn adaptiert und in Russland 2022 nochmals versch\u00e4rft, es l\u00e4dt im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auch zu neuem Nachdenken \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge von chauvinistisch-autorit\u00e4ren Machtstrukturen und Homophobie ein. In einem aktuellen Nachwort reflektiert Gabriel Wolkenfeld die j\u00fcngsten Entwicklungen und setzt sie in Beziehung zu seinem Roman.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.albino-verlag.de\/produkt\/wir-propagandisten-2\">https:\/\/www.albino-verlag.de\/produkt\/wir-propagandisten-2<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-7387b849 wp-block-group-is-layout-flex\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amarek, der Legende nach von einer leicht alkoholisierten Gottheit in zweimal sieben Tagen erschaffen, wird mit strenger Hand von einem K\u00f6nig regiert, der auf viel zu kurzen Beinchen durch sein Schloss trippelt. 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Anders als im Genre \u00fcblich, stattet Gabriel Wolkenfeld seine Figuren mit einer psychologischen Tiefe aus, erspart ihnen Allzumenschliches nicht. Feinste Poesie vereint sich virtuos mit urkomischen Einf\u00e4llen und einer schier unb\u00e4ndigen Lust am Fabulieren! https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/amarek Die Geschichte einer j\u00fcdischen Familie \u00fcber Generationen und L\u00e4ndergrenzen hinweg. Ein Panoptikum aus Erz\u00e4hlungen, albern, nachdenklich, dem Irrsinn unserer Tage entwachsen. Weil der 86-j\u00e4hrige Avigdor Seliger nicht mehr spricht, steckt ihn seine Tochter Hannah in ein Altersheim. Die \u00c4rzte sind sich nicht sicher: Verirrt sich der Mann allm\u00e4hlich in die Nebel der Demenz oder verweigert er das Sprechen bewusst? Weil Enkel Yair f\u00fcrchtet, der Gro\u00dfvater k\u00f6nnte seinen Bezug zur Realit\u00e4t verlieren, erz\u00e4hlt er ihm jene Geschichten, die der Senior w\u00e4hrend der Schulferien am See Genezareth einst ihm erz\u00e4hlt hat. Allerdings erinnert sich Yair nicht immer genau. Er erfindet hinzu, \u00fcbertreibt, wandelt ab \u2013 in der Hoffnung, den Gro\u00df- vater doch noch aus der Reserve zu locken und sich selbst vom eigenen Lebenschaos im Tel Aviv der Gegenwart abzulenken. Er l\u00e4sst die sch\u00f6ne Bella Rubinsteyn auferstehen, die sich w\u00e4hrend der Schwangerschaft nur von exotischem Obst ern\u00e4hrt, weil sie ein besonderes Wesen geb\u00e4ren will; die exaltierte Olympiada, die den Durst der KGBler nach Unbill mit k\u00f6rperlicher Liebe zu stillen sucht; Danuta, die als Anf\u00fchrerin einer Waisenkinder-Bande die M\u00e4rkte von Taschkent unsicher macht&#8230; https:\/\/www.muerysalzmann.com\/belletristik\/babylonisches-repertoire Gabriel Wolkenfelds Roman Wir Propagandisten entstand 2013 als literarische Reaktion auf die Verabschiedung des sogenannten Homo-Propaganda-Gesetzes in Russland. Das Buch erz\u00e4hlt die Geschichte eines jungen Deutschen, der ein Jahr lang als Sprachlehrer in Jekaterinburg Land und Leute kennenlernt und dabei die Einf\u00fchrung des Gesetzes vor Ort mitbekommt. In klarer, doch assoziativer Sprache zeichnet der Text ein lebendiges Portr\u00e4t des Alltags jenseits des Kremls, berichtet von Wodka-Gelagen in WG-K\u00fcchen, von schwulen Hinterhof-Partys, von zaghaftem Widerstand und gefl\u00fcsterten Gest\u00e4ndnissen, aber auch von der Angst, die sie ausl\u00f6sen. Und immer wieder von den lichten Momenten seligen Trotzes, die st\u00e4rker sind als das Poltern der Gegner: \u00bbVerdammt noch mal, denke ich, das Leben ist sch\u00f6n. Wir haben \u2013 auf absehbare Zeit zumindest \u2013 nur dieses eine.\u00ab Zehn Jahre nach seiner Entstehung ist Wir Propagandisten aktueller denn je. Nicht nur wurde das Homo-Propaganda-Gesetz seither von L\u00e4ndern wie Ungarn adaptiert und in Russland 2022 nochmals versch\u00e4rft, es l\u00e4dt im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auch zu neuem Nachdenken \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge von chauvinistisch-autorit\u00e4ren Machtstrukturen und Homophobie ein. 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